Mücken · 6 min
Mückenschutz auf Reisen
Repellent auf der Haut, Mittel auf der Kleidung, Netz über dem Bett. Drei Schichten, drei Aufgaben.
Mückenschutz funktioniert in Schichten. Jede deckt ab, was die anderen durchlassen, und keine genügt allein.
Auf der Haut: das Repellent
Die erste und meistgenutzte Schicht. Tragen Sie es auf alle unbedeckten Stellen auf, und zwar zuletzt — nach dem Sonnenschutz, nie davor, sonst wird das Repellent verdünnt.
Zwei häufige Fehler: zu wenig auftragen und das Nachtragen vergessen. Die Wirkdauer hängt von der Konzentration, vom Schwitzen und vom Baden ab. Halten Sie sich an die Herstellerangaben statt an eine allgemeine Regel.
Knöchel und Füsse werden am häufigsten gestochen und am häufigsten vergessen, besonders abends auf einer Terrasse.
Auf der Kleidung: die Textilbehandlung
Ein Textilspray kommt auf Oberbekleidung, Rucksack und Moskitonetz, nicht auf die Haut. Es übersteht mehrere Wäschen und deckt ab, was Hautrepellent nicht kann: Durch dünnen Stoff sticht eine Mücke hindurch.
Vor allem sinnvoll auf dem Land, im Wald und bei längeren Reisen.
Um das Bett: das Netz
Unverzichtbar, sobald die Unterkunft weder klimatisiert noch richtig dicht ist. Ein imprägniertes Netz schützt während der acht Stunden, in denen Sie nichts kontrollieren können.
Prüfen Sie, dass es unter der Matratze eingeschlagen ist und Ihre Haut nachts nicht berührt: Wo das Netz aufliegt, sticht eine Mücke hindurch.
Das Verhalten zählt ebenso
Die Gewohnheiten von Mücken variieren je nach Art. Manche stechen in der Dämmerung und nachts, andere am helllichten Tag, besonders in Städten.
In der Praxis: abends lange Ärmel und Hosen, helle Farben, Vorsicht in der Nähe stehender Gewässer. Klimaanlage und Ventilator senken die Mückenaktivität in einem Zimmer ebenfalls deutlich.
Nach einem Stich
Ein After-Bite-Roll-on lindert das Juckgefühl. Entscheidend ist, nicht zu kratzen: Ein infizierter Stich braucht in den Tropen Wochen zum Abheilen.
Was dieser Ratgeber nicht abdeckt
Durch Mücken übertragene Krankheiten, ihre geografische Verbreitung und mögliche vorbeugende Behandlungen gehören in eine ärztliche Beratung. Je nach Reiseziel und Profil kann Ihre Ärztin spezifische Massnahmen empfehlen. Wenden Sie sich vor der Abreise an sie und prüfen Sie die offiziellen Informationen.